Wieso funktioniert das Maximal- und Minimal-Prinzip im Studium?

Ihr Studienerfolg hängt weitgehend nicht nur von Ihrem Wissen ab, sondern auch von den Arbeitstechniken, die Ihre Produktivität verbessern. Das ökonomische Prinzip ist allgemeingültig. Diese Annahme wird sowohl in der Wirtschaftswelt, als auch im Alltag verwendet. Der Zweck bleibt unverändert: Ressourcen sparen und Gewinn maximieren. Das ökonomische Prinzip findet auch im Studium Verwendung und hilft das Lehrprozess effizienter organisieren.

Das ökonomische Prinzip: Definition

Unter dem Begriff «Ökonomisches Prinzip» versteht man das zweckrationale Handeln des Menschen, das auf maximales Resultat gezielt ist. Der Einsatz und das Ergebnis stehen dabei in einem optimalen Verhältnis zueinander. Um diese Annahme richtig anzuwenden, sollen Sie sich mit ihren Details vertraut machen.

Das Ökonomische Prinzip besteht aus zwei Konzepten: dem Minimal- und Maximal-Prinzip. Wir haben  diese Konzepte ausführlich erläutert und Beispiele von ihrer Anwendung im Alltagsleben eingeführt.

Das Minimal-Prinzip

Die Grundlage des Minimal-Prinzips (Sparsamkeitsprinzips) besteht darin, dass die gesetzten Ziele mit geringstmöglichen Ressourcen zu erreichen sind.

Wenn man das Minimal-Prinzip anwendet, stellt man zuerst eine bestimmte Aufgabe vor sich und versucht danach diese Aufgabe mit minimalem Aufwand aufzulösen.

Beispiele:

– Sie fahren in den Urlaub und suchen das billigste Hotel.

– Sie backen einen Kuchen und benutzen dabei ein Mindestmaß an Zucker.

– Sie erledigen Ihre Hausaufgaben mit geringstem Zeitaufwand.

Auf diese Weise funktioniert das Minimal-Prinzip. Gehen wir zum anderen Konzept über.

Das Maximal-Prinzip

Das Maximal-Prinzip wird auch als Ergiebigkeitsprinzip bezeichnet. Dabei steht das Verhältnis von Einsatz und Ergebnis umgekehrt zum Minimal-Prinzip:

Mit vorhandenen Mitteln soll der größtmögliche Erfolg erreicht werden.

Wenn man das Maximal-Prinzip anwendet, hat man eine bestimmte Menge Ressourcen und versucht mit ihrem Einsatz das Bestmögliche herauszuholen.

Beispiele:

      Sie fahren in den Urlaub und haben 200 Euro mit. Sie suchen das bestmögliche Hotel, das Sie sich für diesen Preis leisten können.

      Sie haben ein Packet Zucker und backen so viel wie möglich Kuchen bis es zu Ende ist.

      Sie haben eine Stunde Zeit, während deren Sie maximal viele Hausaufgaben erledigen.

Das Mini-Max-Prinzip

Wenn man das Minimal- und Maximalprinzip miteinander vergleicht, drängt sich folgende Meinung auf: «Warum kann ich diese Konzepte nicht verbinden und aus dem minimalen Einsatz das bestmögliche Resultat ziehen?» Das klingt verlockend, aber leider funktioniert das nicht.

Das Mini-Max-Prinzip oder Extremum-Prinzip ist von zahlreichen Studien und Experten für ungültig erklärt. Man braucht keine tiefen Kenntnisse in Wirtschaft, um die Sinnlosigkeit  seiner Vorgehensweise zu begreifen.

      Es ist unmöglich, für wenig Geld die beste Wohnung zu kaufen.

      Es ist unmöglich, mit geringem Vorbereitungsaufwand die Prüfung mit «ausgezeichnet» zu bestehen.

      Es ist unmöglich, in kürzester Zeit eine Fremdsprache zu beherrschen.

Die Lebenswirklichkeit sieht ganz anders aus:

Wollen Sie erfolgreich im Studium sein, sollen Sie Ihre Prioritäten richtig bestimmen und zweckrational arbeiten.

Jetzt  schauen Sie die Beispiele an, wie Sie die beiden ökonomischen Konzepte im Studium richtig umsetzen können.

Das Minimal-Prinzip im Studium: Beispiele

Wenn dieses Prinzip zum Einsatz kommt, haben Sie einen bestimmten Zweck vor den Augen und arbeiten einen Plan aus, wie Sie dabei Ressourcen einsparen können.

Beispiel1: Prüfungsvorbereitung

  1.   Sie sollen sich für die Prüfung  vorbereiten.
  2.   Sie wollen nicht viel Zeit darauf vertrödeln.
  3.   Sie bereiten sich für die Prüfung mit geringstem Zeitaufwand.

Beispiel2 : Präsentation

  1.   Sie sollen eine Präsentation zum Thema «Umweltschutz» machen.
  2.   Sie haben sehr wenig Information zu diesem Thema gefunden.
  3.   Sie machen eine Präsentation und verwenden dabei ein Mindestmaß an Informationen.

Das Maximal-Prinzip im Studium: Beispiele

Wenn Sie das Maximal-Prinzip im Studium benutzen, sollen Sie vor allem einen festen Einsatz bestimmen und eine Strategie herausfinden, wie Sie damit das Bestmögliche herausholen können.

Beispiel 1: Englischolympiade

  1.   Sie haben 3 Wochen Zeit.
  2.   Sie wollen in der Englischolympiade ihr Bestes zeigen.
  3.   Sie nutzen diese Zeit dazu, um sich für die Olympiade so gut wie möglich vorzubereiten.

Beispiel 2: Party

  1.   Sie haben das Budget von 150 Euro.
  2.   Sie wollen eine Party organisieren.
  3.   Sie organisieren eine Party mit 150 Euro so gut wie es geht.

Fazit

Wir haben Ihnen gezeigt, wie Sie das Minimal- und Maximal-Prinzip im Studium benutzen können. Diese Arbeitstechniken sind variabel. Ihre Umsetzung hängt von den vorhandenen Ressourcen und  der Situation ab.

Es ist unmöglich, mit minimalem Aufwand den maximalen Erfolg zu erreichen. Aber wenn Sie eine zweckrationale Strategie herausfinden und Prioritäten richtig bestimmen, können Ihre Leistungen im Studium wesentlich verbessert werden.

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